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26.03.2020 - Vorbild sein

Was machen eigentlich unsere erfolgreichen Jugendspieler nach Ihrer Zeit in unserer Jugendabteilung? Diese Frage haben wir uns auch gestellt und für euch einmal nachgefragt.

Vorbild sein! Studium in den USA

Mein Name ist Alina-Sophie Koch, ich bin zwischenzeitlich 19 Jahre alt, komme aus Metzingen und spiele seit 2010 für den Golfclub Schönbuch.

Ich bin 2005 durch meinen Vater zum Golf gekommen. Mein Vater wollte schon immer einmal mit dem Golfen anfangen und dann wurde 2005 der GC Hammetweil in Neckartenzlingen, der sich nur 10 Minuten von unserem Haus befindet, eröffnet. Daher hat mein Vater beschlossen, dort mit dem Golfen anzufangen und hat mich nach ein paar Wochen, mit meinen vier Jahren, mitgenommen und seither spiele ich Golf. Natürlich war am Anfang eher das Ziel, den Ball überhaupt in die Luft zu bekommen, aber ich bin dabei geblieben und so ab einem Alter von sieben Jahren hat es auch auf dem „großen“ Golfplatz recht gut funktioniert, damals noch von den orangenen Abschlägen, grüne Abschläge gab es damals noch nicht.

Golf hat mich seit dem Kindergarten und durch meine gesamte Schullaufbahn begleitet. Nachdem ich von 2006 bis 2010 auf der Grundschule in Metzingen war, bin ich auf das Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium in Metzingen gewechselt und habe dort 2019 mein Abitur gemacht. 2010 habe ich den GC Hammetweil in Richtung des GC Schönbuchs verlassen, um mich sportlich weiter zu entwickeln und anfangs für die Mädchenmannschaft und dann ab 2011 auch für die Damenmannschaft zu spielen. Parallel zu meinem Engagement in den Mannschaften des GC Schönbuchs war ich Mitglied der jeweiligen Landeskader Baden-Württembergs von 2009 bis 2016. Seit 2015 vertrete ich den GC Schönbuch auch international, beispielsweise bei der IMT, der IAM oder bei der Swiss Ladies Open.

Nach meinem Abitur im letzten Jahr führte mich mein Weg an die Morehead State University (MSU) in Morehead, Kentucky. Dort bin ich Mitglied des Damen-Golfteams und studiere Chemie. Durch meine harte Arbeit in den letzten Jahren hatte ich glücklicherweise die Möglichkeit bei Scholarbook, einer Agentur zur Stipendiumsvermittlung, schon 2015 unter Vertrag genommen zu werden und mir in den folgenden Jahren bis zu meinem Abitur ein Vollstipendium an der Morehead State zu erarbeiten. Bei diesem Vorhaben hat mich mein Trainer Jason Evans immer voll unterstützt. Ich bin unter anderem an die Morehead State University gegangen, da ich schon viele tolle Sachen über die Uni, das Team und den Coach von einer Freundin gehört hatte, die dort ein Jahr ebenfalls für das Team gespielt hat. Durch mehrere Skype-Gespräche habe ich Coach Stephanie Barker besser kennengelernt und mich direkt wohlgefühlt und fand ihren Trainingsansatz sehr ansprechend. Des Weiteren spielte natürlich auch der finanzielle Faktor eine Rolle. Studieren in den USA ist sehr teuer, daher war es für mich essenziell, ein Vollstipendium zu erhalten und die Morehead State University war eine der Universitäten, die mir zum Zeitpunkt meiner Entscheidung im Mai 2018 eben dieses angeboten hat.

Meine Ziele für die kommenden Jahre sind zum einen erfolgreich für das Team der Morehead State University zu spielen, aber auch nebenher einen Bachelor Abschluss in Chemie zu machen. Des Weiteren möchte ich in den Sommermonaten auch weiterhin den GC Schönbuch auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene sowohl als Mannschafts- wie auch als Einzelspieler erfolgreich vertreten.

Mein erstes Semester an der MSU war eine ganz tolle Erfahrung. Manche Dinge sind tatsächlich wie im Film und wie man sie sich vorstellt. Zum Beispiel gibt es tatsächlich Zimmer wie im Film, ich hatte allerdings Glück und habe ein Einzelzimmer in einer Vierer-WG mit drei meiner Teamkolleginnen. Der Campus ist recht weitläufig, allerdings im Vergleich zu anderen Universitäten, die auf diesem Niveau spielen, ist die Morehead State University mit ihren knapp 9000 Studenten eine eher kleine Uni. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen dort sehr freundlich und herzlich sind, der Rest der Welt interessiert sie allerdings eher weniger. Auch mit verletzungsbedingten Rückschlägen lernt man, mit Hilfe der tollen Betreuung und meiner Teamkolleginnen, umzugehen.

Es macht mir sehr viel Spaß dort zu studieren und zu spielen und ich hoffe, dass ich in diesem Jahr beide Teams, in den USA und in Deutschland, tatkräftig unterstützen kann.

Alina-Sophie Koch

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