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07.09.2020 - Clubmeisterschaften 2020

Golfclub Schönbuch: die „etwas anderen“ Clubmeisterschaften 2020

Einladender hätte sich die Anlage des Golfclubs Schönbuch kaum präsentieren können als zu den diesjährigen Clubmeisterschaften, die vom 4. bis zum 6. September abgehalten wurden. Achtzehn Spielbahnen erstrahlten in leuchtendem Grün, nachdem in den Wochen zuvor genügend Regen gefallen war, und auch das Wetter spielte wunderbar mit, ein wenig spätsommerlich schon, aber absolut trocken, und allenfalls die Frühstarter kämpften ein wenig mit den morgendlich-frischen Temperaturen und der einen oder anderen kühlen Brise, die über den Platz strich. So wurde an den drei Tagen aufregender Golfsport geboten, und der Spielmodus entsprach dem der vorangegangenen vier Jahre: Nach den beiden Runden vom Freitag und Samstag standen die Meisterinnen und Meister der Über-Fünfzigjährigen fest, außerdem die Champions der Mädchen und Jungen sowie diejenigen der AK-65-Seniorinnen und -Senioren. In den beiden offenen Klassen der Damen und Herren und der jeweiligen Altersklasse 30 blieb es dagegen bis zum Ende des dritten Tages spannend, denn die späteren Clubmeisterinnen und -meister standen erst am Sonntagnachmittag fest, nachdem sie über 54 Loch hatten gehen müssen.

Bewegte sich soweit alles im gewohnten Rahmen, war in diesem Jahr doch einiges anders. Corona-bedingt musste etwa der ganze Turnierablauf an die Hygieneregeln angepasst werden, was bedeutete, dass zum Beispiel der Flaggenstock nicht berührt werden durfte, keine Rechen in den Sandbunkern lagen und während der gesamten drei Tage allgemeines Abstandhalten angesagt war. Konsequenterweise gab es auch keine Abendveranstaltung, stattdessen verlegte man die Siegerehrung mit Pokalübergabe am Sonntagnachmittag einfach ins Freie, wo dann zwischen der Driving Range und Loch 18 zur Überraschung mancher so viel Atmosphäre aufkam, dass man sich jetzt in der Vorstandschaft überlegt, diese Neuerung künftig beizubehalten.

Ein weiteres Phänomen, das sich in diesem Jahr zeigte, hatte möglicherweise auch mit der Pandemie zu tun: Da 2020 deutlich weniger Turniere stattgefunden hatten als in den Vorjahren, brannten offenbar sehr viele Spieler mit einstelligem Handicap darauf, ihre Spielstärke bei den Clubmeisterschaften unter Beweis zu stellen. Das Ergebnis war eine ungeheure Leistungsdichte im startberechtigten Klassement. Denn für die Teilnahme brauchte man etwa bei den Männern ein Mindesthandicap von 14,7, was Präsident Jürgen D. Schmidt bei seiner abschließenden Rede geschickt zum Anlass nahm, die Spieler mit höheren Handicaps anzuspornen und dazu zu motivieren, in ihrem Trainingsfleiß nicht nachzulassen.

Doch nun zu den neuen Championessen und Champions! Bei den AK-50 Herren setzte sich 2020 erneut Dr. Ferdinand Froning durch, der mit 151 Schlägen Weibin Song (161 Schläge) und Michael Linsenmayr (165 Schläge) das Nachsehen gab. In der Altersklasse 65 wurde Ulrich Knoll Clubmeister: nach einem Stechen auf Bahn 1 verwies er Max Häring (beide hatten 176 Schläge bis dahin auf dem Konto) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Gerhard Schmidt (179 Schläge). Bei den AK-50 Damen wurde Beate Reimann mit 165 Schlägen Clubmeisterin vor Gabriele Drexler-Lach (178) und Claudia Dose-Kraft (182). Dagmar Kuhne errang bei den AK-65 Damen den Titel (187 Schläge), dahinter kamen Gudrun Krämer (192) und Elke Rühle (207) aufs Siegertreppchen. Und schließlich ermittelten auch die jungen Golferinnen und Golfer ihre Champions: Charlotte Eichhorn (157 Schläge) gewann bei den Mädchen vor Chiara Israng (162) und Ella-Sophie Tannenberger (172), während bei den Jungen Niclas Curtis Hauser im Stechen den mit 165 Schlägen zunächst gleichplatzierten Maximilian Ruess bezwang und damit Meister wurde. Dritter wurde Noah Funk (171).

Der Finaltag am Sonntag brachte schließlich die Entscheidungen in der Altersklasse 30, wo bei den Damen Beate Reimann (250 Schläge nach drei Runden) erfolgreich war und Anja Glock (257) und Petra Holzwarth (272) auf die Plätze verwies. Bei den AK-30 Herren ließ sich Dr. Ferdinand Froning auch in diesem Jahr nicht das Zepter nehmen, da er mit 226 Schlägen Christopher Edwards (237) und Weibin Song (246) bezwang. Beinahe noch spannender ging es dann am Finalsonntag zu, als in den jeweils offenen um den Titel gerungen wurde. Clubmeisterin der Damen wurde Melissa Stierle, die mit vier Schlägen Vorsprung ins Finale gegangen war und schließlich mit insgesamt 229 Schlägen vor Sina Marie Marek (232 Schläge) und Charlotte Eichhorn (233 Schläge) gewann. Bei den Herren triumphierte Maximilian Grieb, der am zweiten und dritten Turniertag jeweils blitzsaubere Par-Runden hinlegte und mit insgesamt 221 Schlägen souverän Clubmeister des Jahres 2020 wurde. Seriensieger Ferdinand Froning kam bei den Herren auf den zweiten Platz mit 226 Schlägen, während sich Mark Schmidt mit 230 Schlägen den dritten Rang sicherte.

Die tollen Leistungen der teilnehmenden Golferinnen und Golfer wurden in der Abschlussrede von Clubpräsident Jürgen D. Schmidt ebenso erwähnt wie in den Anmerkungen von Sportvorstand Till Krämer, der die Siegerehrung vornahm und die Pokale überreichte. Außerdem wurde das Greenkeeping gelobt, das Sonderschichten eingelegt hatte, um die Spielbahnen hervorragend zu präparieren und die Grüns pfeilschnell zu machen. Kurze Bruttoreden hielten der frischgebackene Clubmeister und die sympathische jungen Clubmeisterin, die sich außerdem bei ihren Familien und ihrem Umfeld für die oft jahrelange Unterstützung bedankten. Denn auch wenn in diesem Jahr einiges anders war – die Hingabe an unseren wunderschönen Sport bleibt unverändert. Dabei ist den meisten von uns bewusst, was für ein Privileg das Golfspiel doch bedeutet und wie sehr solch gelungene Veranstaltungen Gemeinschaftserfahrungen darstellen, die unser Leben bereichern.

Text: Christof Schmid-Flemmig, Bilder: Andreas Eiting

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